Heimatpreis der Stadt Gütersloh 2025 verliehen
Das Jugendmusikkorps Avenwedde und die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz wurden bei einer feierlichen Zeremonie in der Stadthalle ausgezeichnet.
Zum sechsten Mal hat die Stadt Gütersloh das ehrenamtliche Engagement von Kulturvereinen in der Stadt mit dem Heimatpreis gewürdigt. Im kleinen Saal der Stadthalle wurden jetzt zwei Vereine ausgezeichnet, die sich für lokale Identität, Gemeinsinn und kulturelles Leben in Gütersloh einsetzen.
Den ersten Platz belegt das Jugendmusikkorps Avenwedde. Es überzeugt seit Jahrzehnten durch vorbildliche Nachwuchsarbeit, hohe musikalische Qualität und eine tiefe Verwurzelung im sozialen und kulturellen Leben der Stadt. Die Jury würdigte insbesondere die professionelle musikalische Ausbildung junger Menschen, die Pflege kultureller Traditionen sowie die aktive Mitgestaltung des städtischen Lebens – etwa durch Konzerte, Projekte und das Musikzentrum Altewischer als kulturellen Begegnungsort. Mit der Teilnahme am Deutschen Musikfest 2025 vertritt das JMK Avenwedde Gütersloh zudem auf überregionaler Ebene.
In seiner Laudatio erklärte Hans-Hermann Strandt: „Es braucht nicht nur Eltern, sondern auch Nachbarschaften und Netzwerke, die in erster Linie vor Ort in den Stadtteilen existieren. Und das Jugendmusikkorps Avenwedde bietet solch ein Netzwerk, eine solche Nachbarschaft.“
Mario Alexander Unger, erster Vorsitzender des Jugendmusikkorps Avenwedde, war überwältigt: „Wir haben nur Platz- und Lehrermangel, aber ansonsten läuft alles gut bei uns“, so Unger. Er und das Musikkorps wurden von einem Vorstandsmitglied überrascht, das den Verein für den Heimatpreis beworben hatte. Die 3000 Euro Preisgeld sollen für eine Musikfreizeit verwendet werden.
Die Jury – bestehend aus Julia Kuklik (Stadtarchiv), Elke Pauly-Teismann (Ehrenamt), Kathrin Groth (Pressestelle), Felix Kupferschmidt (Ev. Städtisches Gymnasium) und Karin Hauertmann (Fachbereich Kultur) wählte die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz e.V. auf den zweiten Platz.
Reinhard Beckord, zweiter Vorsitzender des Vereins, nahm die Urkunde mit den Worten: „da ist das Ding endlich“ entgegen. Seit 25 Jahren steht die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz für offene, niedrigschwellige Kulturangebote, die alle Generationen erreichen. Formate wie die „Woche der kleinen Künste“ oder „Freitag 18“ haben sich zu festen Bestandteilen im Kulturkalender entwickelt – mit Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus. Das Format „Freitag 18“ wurde sogar in Güterslohs britischer Partnerstadt Broxtowe aufgegriffen. Mit mehr als 1.100 Mitgliedern ist der Verein ein zentraler Impulsgeber für die kulturelle Identität der Innenstadt.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von Sängerin Sara Alawuru begleitet. Sie würdigte die Preisträgerinnen und Preisträger mit drei Songs. Insgesamt hatten sich 14 lokale Institutionen beworben. Der Heimatpreis wird unterstützt durch das Landesprogramm NRW.
Foto: v.l. Michael Deppe (Stellvertretender Leiter Fachbereich Kultur), Mario Alexander Unger (Jugendmusikkorps Avenwedde), Hans Hermann Strandt, Reinhard Beckord (Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz), Andreas Kimpel (Beigeordneter für den Bereich Kultur). Foto: Simon Schulz