Stadtgeschichte

Gütersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt von 1945 bis 2025

Neben dem Kernteam (v.l.) Tim Zumloh, Dr. Christoph Lorke & Joana Gelhart, erforschen ein gutes Dutzend ausgewiesener Historikerinnen und Historiker an der Gütersloher Stadtgeschichte. ©Greta Civis/LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

Wie ist Gütersloh zu der Stadt geworden, die sie heute ist? Dieser Frage geht seit Januar 2022 ein Projektteam des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte Münster und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg nach. Die Ergebnisse werden zum 200. Jubiläum der Stadtwerdung im Jahr 2025 in Form eines Jubiläumsbuches veröffentlicht, das die Entwicklung der Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die unmittelbare Gegenwart beleuchtet. Damit tritt das Projekt in die Fußstapfen der Stadtgeschichte, die Werner Freitag und sein Team bis zum Jahr 1945 erarbeitet und anlässlich des 175. Stadtjubiläums (2000) vorgelegt haben.

Die Spannbreite an Themen ist groß: Politik, Wirtschaft, Soziales und Arbeit, Milieus und Religionen, die Rolle der Briten, Kultur, Stadtbau, Gleichstellungspolitik und Frauenbewegungen, Digitalisierung, Freizeitleben und Sport, Migration, Aufarbeitung und Erinnerungskultur, Städtepartnerschaften, Schule und Bildung,Umweltgeschichte sowie Sicherheits- und Gesundheitspolitik. Diese Geschichte erforscht das Kernteam Dr. Christoph Lorke, Joana Gelhart und Tim Zumloh allerdings nicht allein. Ein gutes Dutzend ausgewiesener Historikerinnen und Historiker arbeiten an dem Buch. Gemeinsam wollen sie unbekannte Seiten der Stadt aufzeigen und bekannte erklären.

Das Team nähert sich über mehrere Wege der städtischen Vergangenheit: Dazu gehört zum einen die Auswertung der Quellen insbesondere des Gütersloher Stadtarchivs, zum anderen die Gespräche mit Gütersloher Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Über Veranstaltungen wie die Erzählcafés und die Geschichtswerkstätten kommendie Historikerinnen und Historiker in den Austausch mit den Gütersloherinnen und Güterslohern.

Weitere Informationen, Einsichten und Updates finden Interessierte im Newsletter des Kulturportals, der aktuellen Reihe von gt-info und über Instagram auf @stadtgeschichten.gt. Das Team freut sich immer über Möglichkeiten zum Austausch. Wir sind uns sicher: Jede und Jeder hat etwas zu erzählen!

Strukturwandel auf ostwestfälisch? Wirtschaftliche Umbrüche, Krisenwahrnehmung und Krisen-management in Gütersloh (1970er–1990er Jahre), in: Geschichte im Westen 38 (2023), S. 209–235.

Zwischen Provinztradition und Großstadtsehnsucht. (Selbst-)Verortungen in Gütersloh in den 1970er und 1980er Jahren, in: Berliner Debatte Initial 33 (2022), 3, S. 63–75

Verbindungen, Verflechtungen und Verwicklungen: Kommunale Verwaltung und Unternehmens-führung in Gütersloh seit den 1970er Jahren, in: Westfalen/Lippe historisch, https://hiko.hypotheses.org/2955.

Auf der Suche nach den „Gütersloher Spezialitäten“. Partizipative Ansätze in der Stadtgeschichtsforschung, in: Hypotheses. Stadtgeschichten, Ein Blog der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU), https://stadthist.hypotheses.org/1635.

Mehr als nur Theater? Was der Gütersloher Theaterneubau über städtische Selbstbilder im Wandel verrät, in: Hypotheses. Westfalen/Lippe-Historisch, Blog der Historischen Kommission für Westfalen (LWL), https://hiko.hypotheses.org/2395.

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