Europäische Kulturarbeit

Das Projekt:
Kreative Ideen verwirklichen und damit ein europäisches Netzwerk schaffen: Das ist das Kulturprojekt C-City – Europa liegt nebenan. Die C-Cities sind Gütersloh (Deutschland), Châteauroux (Frankreich), Broxtowe (Großbritannien), Falun (Schweden) und Grudziądz (Polen). Sie wollen ab 2025 gemeinsam jährlich kreative Projekte umsetzen – in einzelnen Aktionen und Städten, aber auch an mehreren Orten gleichzeitig. Zu den C-Cities geht es hier.

Wer kann mitmachen:
Alle Bürgerinnen und Bürger aus den C-Cities, die den europäischen Gedanken kreativ unterstützen möchten. Ob allein, als Verein, als Gruppe oder in Organisationen: Wer eine Idee hat, kann sich bewerben. Bei Interesse oder für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an: lena.jeckel@guetersloh.de oder andreas.kimpel@guetersloh.de

Wie wird die Zusammenarbeit umgesetzt:
Durch musikalische und künstlerische Austausche und gemeinsame Projekte, jährliche Konferenzen, Workshops, Treffen, Vorträge, digitale Kommunikationsplattformen, persönliches Engagement, Freiwilligenarbeit, Abgleich von Arbeitsergebnissen.

Was sind die Schwerpunktthemen:
Das Projekt konzentriert sich derzeit auf sechs Themenbereiche für kulturelle, touristische, sportliche und städtische Projekte. Diese sind: Bildende Kunst, Ernährung und Lebensstil, Sport, Geschichte und Brauchtum, Musik, Jugendparlament. Unter anderem kann es dann etwa Aktionen in den Bereichen Theater, Tanz, Film, Musik, Literatur, Wissenschaft, Wirtschaft und Kulturpolitik geben. Zu den Projektideen geht es hier.

Was schon passiert ist:
Eine Auftaktkonferenz 2022 in Gütersloh mit Teilnehmern aus den C-Cities wurde zur Ideenschmiede. Bei einem zweiten Planungstreffen in Châteauroux 2023 wurden diese Ideen weiter geschärft. Unter anderem ist als Pilotprojekt ein gemeinsames Kochbuch entstanden, das sich aktuell in der Umsetzung befindet. Das Buch bringt alle fünf Städte zusammen, stellt Gerichte und Lebensmittel aus den Regionen vor, Menschen und ihre Geschichten.

Ziel:
Das C-City-Netzwerk soll zeigen, dass auch mittelgroße europäische Städte im Bereich der Kultur Strahlkraft haben. Es soll aber nicht nur Kultur entstehen. C-City ist auch ein Beitrag zur Friedensarbeit, indem wir uns durch gemeinsame Aktionen unserer Identität und unserer Verantwortung als Europäerin und Europäer bewusst werden. Zur Charta.

Internationaler Erfolg für Gütersloher Städtepartnerschaftsprojekt

Das Kochbuch „Cooking and Culture! Grenzenlos.Genuss.Geschichten.“ wurde mit dem renommierten Gourmand World Cookbook Award in der Kategorie „Plurinationale Rezepte“ ausgezeichnet. Das Buch ist das erste große Projekt des europäischen Kulturstädtenetzwerks C-City, koordiniert vom Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh.

Mit über 50 Rezepten und Geschichten aus Gütersloh und seinen Partnerstädten Broxtowe (GB), Châteauroux (F), Falun (S) und Grudziądz (PL) steht das mehrsprachige Kochbuch für gelebte kulturelle Vielfalt und internationalen Austausch.

Erhältlich ist das Buch für 25 Euro in der Buchhandlung Markus, bei der Gütersloh Marketing GmbH sowie bei Kultur Räume Gütersloh.

C-City Music Night: Europa auf der Bühne

Mit der ersten C-City Music Night feierte die Stadt Gütersloh gemeinsam mit ihren Partnerstädten Broxtowe (GB), Châteauroux (F), Falun (S) und Grudziądz (PL) ein musikalisches Highlight der besonderen Art. Drei Musikgruppen aus drei Ländern sorgten im Kleinen Saal der Stadthalle für einen mitreißenden Abend voller Vielfalt, Begegnung und Begeisterung.

Auf der Bühne standen die AFS-Bigband aus Gütersloh, das britische Jeanie Barton Quartet sowie die polnische Jazz-Rock-Band The Bastard Brothers. Von Swing-Klassikern über gefühlvollen Jazz bis hin zu energetischem Rock zeigte sich die europäische Musikszene in all ihren Facetten – lebendig, offen und grenzüberschreitend.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Jam-Session, in der Musikerinnen und Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen miteinander improvisierten – ganz im Sinne des Projekts C-City, das für Austausch, Freundschaft und kulturelle Verbundenheit in Europa steht.

Ein Abend, der eindrucksvoll bewiesen hat: Musik kennt keine Grenzen.

Jamsession mit den Bands aus Gütersloh, Broxtowe und Grudziadz

C-City Konferenz in Falun, Juni 2025

Die bereits vierte C-City-Konferenz fand vom 2. bis 5. Juni 2025 in Falun, Schweden, statt und brachte erneut Delegationen aus allen fünf Partnerstädten zusammen: Gütersloh (Deutschland), Broxtowe (Großbritannien), Châteauroux (Frankreich), Falun (Schweden) und Grudziądz (Polen). Das interkommunale Netzwerk C-City verfolgt weiterhin das Ziel, den europäischen Zusammenhalt durch gemeinsame kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Initiativen im Sinne einer „Urban Diplomacy“ zu stärken.

Ein zentrales Thema der diesjährigen Konferenz war die stärkere Beteiligung junger Menschen an europäischen Projekten. So wurde unter anderem das innovative Konzept eines europäischen Jugendparlaments weiterentwickelt, das Jugendlichen aus den Partnerstädten eine Stimme geben und europäische Werte erlebbar machen soll. In einer lebendigen Round-Table-Diskussion konkretisierten junge Teilnehmende gemeinsam mit den Delegierten ihre gegenseitigen Erwartungen und Bedarfe.

Delegationen aus den C-City Städten in Falun

In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden bestehende und neue Projekte intensiv weitergedacht, darunter:
• Die C-City Music Night im Juni 2025 in Gütersloh mit Bands aus den Partnerstädten
• Die Planung inklusiver Sportveranstaltungen, wie ein großes Schwimm-Event 2025 in Gütersloh sowie eine europäische Olympiade 2026
• Eine Ausstellung mit Amateur Art im Februar/März 2026 in der Landesvertretung NRW beim EU-Parlament in Brüssel

Ein kulturelles Highlight war der Auftritt des Jugendchors im Restaurant Bergslagsmässen sowie der gemeinsame Outdoor-Abend am See Stångtjärnsstugan.
Die herzliche Gastfreundschaft der Stadt Falun, die engagierte Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten und das lebendige Interesse aller Beteiligten machten die Konferenz 2025 zu einem weiteren starken Impuls für das wachsende Netzwerk C-City.

Diese Konferenz wurde durch Mittel der Europäischen Union kofinanziert.

Laufen verbindet Europa: C-City Sportveranstaltungen bringen Menschen in Bewegung

Unter dem Motto „Sport verbindet“ organisieren die C-City-Städte Falun, Grudziądz, Broxtowe, Châteauroux und Gütersloh ein gemeinsames Laufprojekt, das von der EU gefördert wird. Ziel ist es, Menschen aus verschiedenen Ländern durch ihre gemeinsame Leidenschaft für den Laufsport zusammenzubringen.

Im Jahr 2024 richtete jede Partnerstadt ein eigenes Laufevent aus und lud jeweils zehn Läuferinnen und Läufer aus den anderen C-Cities ein. Auch Sportler*innen mit körperlichen Einschränkungen nahmen teil – ein starkes Zeichen für Inklusion und gelebte Gemeinschaft.

Läufer*innen aus den C-City Städten beim DJK Halbmarathon in Gütersloh

Veranstaltungen 2024 im Überblick:

  • Falun (SE): Stora Stöten Run – 10.08.2024
  • Grudziądz (PL): Malinowski Run – 28.08.2024
  • Gütersloh (DE): DJK Halbmarathon – 03.11.2024
  • Châteauroux (FR): EKIDEN-36 – 10.11.2024

Wie geht es weiter?
Auch für 2025 sind erneut länderübergreifende Laufveranstaltungen geplant. Dabei soll der sportliche Austausch weiter gestärkt, neue Freundschaften geknüpft und der europäische Zusammenhalt aktiv gelebt werden – Schritt für Schritt, Stadt für Stadt.

Bericht: EDS_3_DJK Halbmarathon_Germany

Neues internationales Kochbuch "Cooking and Culture!" erschienen

Mit „Cooking and Culture! Grenzenlos.Genuss.Geschichten.“ ist das erste gemeinsame Kochbuch der fünf C-City-Partnerstädte Broxtowe (GB), Châteauroux (F), Falun (S), Grudziądz (PL) und Gütersloh (D) erschienen. Auf 116 Seiten vereint das Buch über 50 landestypische Rezepte und persönliche Geschichten aus ganz Europa – mehrsprachig und mit viel Liebe zur kulinarischen Kultur.

Ob Bobbesbrezel aus Gütersloh, saure Roggensuppe aus Grudziądz oder Rentierfilet aus Falun – das Kochbuch lädt ein zu einer genussvollen Entdeckungsreise durch verschiedene Esskulturen. Neben traditionellen Gerichten bietet es auch kreative Neuinterpretationen, erzählt kulturelle Anekdoten und zeigt, wie Essen Menschen verbindet.

Alle Inhalte wurden auf einer über 7000 Kilometer langen Recherchereise vor Ort gesammelt. Ergänzt wird das Buch durch einen Onlineblog unter www.cookbook.c-city.eu, auf dem Leserinnen und Leser eigene Rezepte und Geschichten teilen können.

Geplant sind außerdem:

  • Kochkurse an der VHS Gütersloh
  • Aktionen mit lokalen Restaurants
  • Veranstaltungen und Beiträge in den Sozialen Medien

C-City Konferenz in Grudziadz, Juni 2024

Die dritte C-City-Konferenz fand im Juni 2024 in Grudziądz statt und brachte Delegationen aus allen fünf Partnerstädten zusammen: Gütersloh (Deutschland), Broxtowe (Großbritannien), Châteauroux (Frankreich), Falun (Schweden) und Grudziądz (Polen). Ziel des interkommunalen Netzwerks ist es, durch kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Projekte den europäischen Austausch zu stärken und Städte enger zu verbinden.

Ein besonderes Highlight der Konferenz war die Vorstellung des ersten gemeinsamen Projekts: das mehrsprachige Kochbuch „Cooking and Culture – Grenzenlos. Genuss. Geschichten.“, das Rezepte, Geschichten und Bilder aus den Partnerstädten vereint. Es wird in Kochkursen und internationalen Events weiter genutzt.

Für ein weiteres Highlight sorgten die C-City Artists: Im Theater von Grudziądz begeisterten Musiker*innen aus den Partnerstädten das Publikum mit einem mitreißenden Konzert. Die britische Sängerin Jeanie Barton, die polnische Jazz-Band „Taste“ und die Gütersloher Band „The Sazerac Swingers“ brachten über 500 Menschen zum Tanzen und schufen ein unvergessliches Erlebnis.

In verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden konkrete Projekte weiter und planten zukünftige Aktivitäten, darunter:

  • Internationale Sportveranstaltungen in allen Partnerstädten
  • Eine digitale Expo, die in Zukunft im EU-Parlament präsentiert werden soll
  • Jährliche Konzerte mit Künstler*innen aus den Partnerstädten
  • Ein digitales Museum, das die kulturelle Vielfalt der C-City-Städte zeigt
  • Ein europäisches Jugendparlament, das junge Menschen vernetzt
Delegationen aus den C-City Städten in Grudziadz

C-City Konferenz in Châteauroux, Mai 2023

 

C-City Auftakt Konferenz in Gütersloh, Mai 2022


Diskussion mit den Vertreter*innen der Partnerstädte während der Auftaktveranstaltung im Mai 2022
in Gütersloh

Auftaktkonferenz im Mai 2022 in der Stadthalle Gütersloh ein voller Erfolg – mehrere Projekte auf den Weg gebracht – Charta dokumentiert den Willen zur Zusammenarbeit der Partnerstädte

„C- City – Europa liegt nebenan“: Das ambitionierte Kulturprojekt, das der städtische Fachbereich Kultur gemeinsam mit den Gütersloher Partnerstädten für das Jahr 2025 plant, nimmt weiter Gestalt an. Nach Jahren der Planung und Verschiebungen wegen Corona konnte nun endlich die große Auftaktkonferenz stattfinden. Künstlerischer Austausch, gemeinsame Ideen entwickeln, voneinander lernen – all das impliziert die Projektidee, die von den städtischen Kulturfachleuten ausgeht und hier vor Ort in enger Zusammenarbeit mit der VHS und in Abstimmung mit der Abteilung Partnerstädte in der Rathaus-Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt wird. Der Wille zur Zusammenarbeit in den Bereichen Musik, Theater, Kunst, Sport und Lebensart – das ist „C-City“, das mit der Unterzeichnung der Charta in fünf Sprachen am 14.5.22 in der Gütersloher Stadthalle bekräftigt wurde. Ein feierlicher Moment mit Beethovens Neunter, verbunden mit Statements für den Frieden in Europa. Untermauert von Ergebnissen eines erfolgreichen Kongresses mit starken Projektkonturen, die nun in den kommenden drei Jahren gemeinsam geschärft und umgesetzt werden.

Die Zeichen stehen gut dafür, das war an den zwei Kongresstagen deutlich herauszuhören. Aus Gütersloh – in persona vom Kultur-Beigeordneten Andreas Kimpel ging die Idee der „Cultural Cities“ in die Welt und stieß auf Resonanz bei den Partnerstädten Châteauroux (F), Broxtowe (GB), Grudziadz (P) und Falun (S). Intensive Themenarbeit in Workshops wurde ergänzt durch kleine städtische Exkursionen und ein vielfältiges Kulturprogramm, bei dem sich die Gastgeberstadt von ihrer vielfältigen Seite zeigte. Zeit blieb aber auch noch für das einfache Zusammensein. Genau diese – so lange vermisste – persönliche Begegnung dürfte der Dynamik guttun, mit der nun die Projekte gemeinsam umgesetzt werden.

Kultur und Sport als „Sprache“ über Landesgrenzen hinweg sind dabei in voller Bandbreite vertreten. Bereits sehr weit fortgeschritten ist die Idee eines internationalen C-City-Kochbuchs, verbunden mit gastronomischen Kulturevents und digitalen Formaten. Generationenübergreifend – mit Jugendparlament und Seniorenbeirat – wird nicht nur hier gearbeitet, auch für den Sport gibt es bereits Projektlinien, die schwerpunktmäßig auf Radsport und Lauf-Veranstaltungen setzen wollen. Einen C-City-Lauf- und Radevent könnte als neues Format profiliert werden. Auf „Artists in Residence“ soll ein internationaler Künstleraustausch setzen – mit Aufenthalten in den jeweiligen Städten und einer gemeinsamen Ausstellung. Eine C-City-Europe-Tour mit Bands aus allen Städten und „Open Stage“ ist ein Bereich, der sich im Workshop Musik herauskristallisiert hat.

Klar ist auch: Jetzt beginnt die Arbeitsphase. Das nächste virtuelle Treffen findet Ende Juni statt. 2023 findet der 2. C-City-Kongress in Châteauroux statt, und für 2024 hat Grudziądz in Gütersloh bereits eine Einladung ausgesprochen. 2025 ist dann der offizielle Projektstart, aber der Erfolg der Gütersloher Konferenz legt nahe, dass bis dahin bereits ein festes kulturelles Netz geknüpft ist, das zukünftige Projekte trägt.

Weitere Informationen zum C-City Projekt, Projektfilme, eine Broschüre und die Dokumentation des Kongresses finden Sie auf der C-City Website: www.c-city.eu

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Präsentation des C-City Projekts im europäischen Kulturausschuss

Hoffnung auf EU-Mittel steigt

Oben auf dem Bild (v.l.n.r): Sara Hedström (Falun), Markus Prutsch (Forschungsadministrator im Europäischen Parlament/Kultur und Bildung), Andreas Kimpel, Sabine Verheyen (Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung des Europäischen Parlaments, Jan Fors (Falun), Rosa Lewandowska (Grudziadz), Zulfiquar Darr (Broxtowe) und Adrianna Klimkiewicz (Grudziadz)

Die Vorstellung des C-City Projekts im Rahmen des EU Kulturausschusses wurde vom Multimedia Centre des Europäischen Parlaments gestreamt.

Pressestimmen zur Präsentation finden sich unter anderem in der Neuen Westfälischen vom 30.01.23

Europäisches Kulturnetzwerk „made in Gütersloh“

Kulturdezernent Andreas Kimpel (l.) und Daniela Daus, Projektkoordinatorin bei der Stadt Gütersloh, stellten die C-City-Infobroschüre und den Projektfilm vor. Foto: Bojak, Glocke.

C-City soll ab 2025 realisiert werden – Alle fünf Partnerstädte wollen mitarbeiten

„C- City – Europa liegt nebenan“: Das ambitionierte Kulturprojekt, das der städtische Fachbereich Kultur gemeinsam mit den Gütersloher Partnerstädten für das Jahr 2025 plant, nimmt weiter Gestalt an. Dies nicht nur in Form einer Infobroschüre und eines Projektfilms, der Auskunft gibt über Konzept, Inhalte und Ziele, sondern auch in der Zusage der russischen Partnerstadt Rshew, mit dabei zu sein. Damit entsteht mit Gütersloh, Châteauroux in Frankreich, Broxtowe in Großbritannien, Falun in Schweden, Grudziadz in Polen und eben Rshew ein imposantes Netzwerk, das ganz unterschiedliche Kulturlandschaften umfasst. Künstlerischer Austausch, gemeinsame Ideen entwickeln, voneinander lernen – all das impliziert die Projektidee, die von den städtischen Kulturfachleuten ausgeht und hier vor Ort in enger Zusammenarbeit mit der VHS und in Abstimmung mit der Abteilung Partnerstädte in der Rathaus-Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt wird.

Dem Ausschuss für Kultur und Weiterbildung hat Kultur-Beigeordneter Andreas Kimpel jetzt (22.11.2021) einen Sachstandsbericht gegeben, der zeigt, dass das Projekt im „Jahr vier“ vor dem Start bereits aus der reinen Theoriephase herausgewachsen ist. Die Partnerstädte haben mit Letters of Intent ihre Mitwirkung besiegelt. In virtuellen Konferenzen sind bereits erste Ideenskizzen entwickelt worden, Konturen hat bereits die geplante Umsetzung von Hans Werner Henzes Kinderoper „Pollicino“.

Vier Schwerpunkt-Themen haben sich in den ersten gemeinsamen Abstimmungen herauskristallisiert: Sport/Essen/Nachhaltigkeit, Erinnerungskultur/Museum/Brauchtum, Musik/Theater/Tanz sowie Bildende Kunst und Kunst im öffentlichen Raum. „Bis zum Frühjahr kommenden Jahres soll eine gemeinsame Charta entwickelt werden, die von allen C-City-Mitgliedstädten unterzeichnet werden soll und den Wertekanon der gemeinsamen Arbeit festhält,“ sagt Andreas Kimpel. Zu den Leitzielen könnten Nachhaltigkeit, Diversität und Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien Europas gehören, beschreibt Kimpel den Rahmen.

Für den 13.-14. Mai 2022 ist in Gütersloh mit zwei vollen Konferenz-Tagen die erste gemeinsame Live-Konferenz mit den internationalen Partnern sowie Gütersloher Projektinteressierten geplant. Sie soll dann in Vorbereitung auf das erste Umsetzungsjahr 2025 jährlich in einer anderen der teilnehmenden Städte stattfinden und die Planungen vertiefen. Für 2023 habe bereits Châteauroux zugesagt, berichtet Andreas Kimpel. Auf lokaler Ebene ist für den 14. Dezember um 17 Uhr im Kleinen Saal der Stadthalle eine Infoveranstaltung geplant, deren Ziel es ist, die C-City-Idee in die Gütersloher Kulturszene hineinzutragen. Denn „C-City“ ist letztlich auch ein kulturelles Bürgerprojekt, bei dem Künstler und Künstlerinnen, Gruppen und Initiativen eingeladen sind, ihre Kreativität und ihre Expertise mit einzubringen.

Auch dafür wirbt der Projektfilm, bei der neben den Initiatoren und Daniela Daus als Projektkoordinatorin bei der Stadt auch die anderen teilnehmenden Städte in Wort und Bild vorgestellt werden. So ist „C-City“ – wie sollte es anders sein – bereits in der ersten Phase mehrsprachig. Er wird so wie die Infobroschüre auch in Frankreich, Großbritannien, Schweden und Polen eingesetzt.

 

Die Stadt Gütersloh pflegt enge Beziehungen zu ihren fünf europäischen Partnerstädten Châteauroux (Frankreich), Grudziądz/Graudenz (Polen), Broxtowe (Großbritannien), Falun (Schweden) und Rshew (Russland). Mit dem auf mehrere Jahre angelegten Konzept „C-City – Europa liegt nebenan“ soll diese Freundschaft nun mit Schwerpunkt auf der kulturellen Ebene ausgebaut werden: Reihum präsentieren sich die Städte mit einem großen Projekt – zum Beispiel einer Ausstellung, einer Konzertproduktion oder einem Theaterstück – in einer der anderen Städte. Die Federführung zum Aufbau eines solchen kulturellen europäischen Städtenetzwerks liegt dabei im Geschäftsbereich Kultur und Weiterbildung des Beigeordneten Andreas Kimpel. Der durfte sich im jüngsten Ausschuss für Kultur und Weiterbildung über die einhellige Zustimmung der Politiker zu dem von ihm entwickelten Konzept freuen.

„Herausragende und vielgestaltige Kultur findet nicht nur in Metropolen statt, sondern auch in Städten von der Größe Güterslohs und unserer Partnerstädte“, betont Andreas Kimpel. „Das wollen wir nachhaltig deutlich machen und für die Menschen vor Ort erlebbar machen.“ Möglichst alle Partnerstädte werden im Rahmen von „C-City“ unter der Federführung Güterslohs gemeinsam Ideen und Projekte im Kulturbereich entwickeln und für die Öffentlichkeit umsetzen. Damit will Kimpel den Grundgedanken des vereinten Europa stärken und die Netzwerkbildung von Künstlerinnen und Künstlern untereinander fördern. Als „Graswurzelarbeit an Europa“ sieht der Kulturdezernent sein Vorhaben. Und er unterstreicht: „Gütersloh ist reif dafür.“

Als Projektzeitraum ist zunächst 2025 bis 2028 vorgesehen. In jedem Jahr soll eine andere Kommune die Präsentationsstadt für ein hochwertiges künstlerisches Projekt einer Partnerstadt sein. So könnte im Jahr 2025 Gütersloh der Gastgeber für Falun sein, während in Falun parallel ein Projekt aus Châteauroux gezeigt wird und Gütersloh im polnischen Graudenz zu Gast ist. Die Bandbreite reicht von Theater und Tanz über Film, Musik und Literatur bis hin zum Bereich Wissenschaft, Wirtschaft und Kulturpolitik. Begleitend sollen Bürgerdialog-Veranstaltungen den Austausch fördern. Mit seinem Konzept ist Andreas Kimpel in den Partnerstädten auf großes Interesse gestoßen: „Von allen Bürgermeistern habe ich inzwischen eine Absichtserklärung bekommen. Alle haben große Lust, bei ,C-City‘ mitzuarbeiten.“ „C“ steht für „Culture“, inhaltlich aber außerdem für „Cultural City Community“. Die Gesamtkoordination und Federführung von „C-City“ obliegt der Stadt Gütersloh, konkret maßgeblich dem Fachbereich Kultur zusammen mit dem Fachbereich Zentrale Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentation (Städtepartnerschaften). Als Kosten sind 160.000 Euro pro Projektjahr und Stadt angesetzt. Ziel ist eine Mitfinanzierung durch EU-Fördergelder und Fördermittel des Landes NRW.

Ein konkretes Projekt für ,C-City´ plant Kimpel bereits: eine Aufführung der Märchen-Oper „Pollicino“ des aus Gütersloh stammenden Komponisten Hans Werner Henze (1926 – 2012) im Jahr des Gütersloher Stadtjubiläums 2025, umgesetzt mit Kindern aus Gütersloh und den Partnerstädten Falun, Broxtowe, Graudenz und Châteauroux. „Noch befindet es sich im Ideen-Status“, so der Kultur-Beigeordnete, „aber es wäre wunderbar, so ein Projekt anzugehen.“

Ansprechpartnerin

Kira Schäfer
Tel. +49 5241 823656
kira.schaefer@guetersloh.de

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